Madeira - Sport und Aktiv
Für den Aktivreisenden und Sportler bieten die Inseln Madeira und Porto Santo vielfältige Angebote.
Baden
Wer auf Madeira im Meer Baden möchte, muß sich mit schmalen, meist grobkiesigen Stränden zufrieden geben. Die schönsten befinden sich an der Ponta de São Lourenço (Prainha), in Porto da Cruz, Faial, Madalena do Mar und im Westen Funchals. In vielen Küstenorten dienen öffentliche Badeanlagen mit natürlichen Meerespools oder künstlichen Schwimmbecken als Ersatz. Eine sehr gute Infrastruktur mit Umkleidekabinen, Duschen, Bars und Restaurants ist vorhanden. Bei Calheta wurden zwei große künstliche Badebuchten mit Wellenbrechern und goldgelbem Sand aus Marokko geschaffen. Ein natürlicher, neun Kilometer langer, heller und feinsandiger Badestrand ist auf der Nachbarinsel Porto Santo zu finden.
Wandern
Gute und aktuelle Wanderkarten von Madeira werden vom Instituto Geográfico e Cadastral in Funchal herausgegeben. Am besten bestellt man die Karten bereits zu Hause in der Buchhandlung. Die meisten Ausgangspunkte der Wanderungen kann man gut mit dem Bus erreichen. Es ist jedoch dringend zu raten, sich den aktuellen Busfahrplan für Madeira bei der Touristeninformation in Funchal zu besorgen.
Feste Trekkingstiefel sind bei längeren Wanderungen unbedingt empfehlenswert. Sie sollten leicht, aber dennoch möglichst wasserdicht sein. Bei Bergwanderungen sind Teleskopstöcke nützlich, die vor allem beim Abstieg die Gelenke erheblich entlasten. Regen- und Sonnenschutz sollte genauso im Rucksack eingepackt werden wie auch ein kleines Verbandszeug, eine Trillerpfeife für den Notfall und eine Taschenlampe bei Tunneldurchquerungen. Kondition, Trittfestigkeit, Schwindelfreiheit und eine gute Ausrüstung sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche und entspannte Wanderung.
Kerngebiet Gegend ist zwischen Porto da Cruz und Santana (Weltnaturerbe, UNESCO), Bergwanderroute zwischen dem dritthöchsten Gipfel Pico do Arieiro und dem höchsten Berg Pico Ruivo.
Drachen- und Gleitschirmfliegen
Steilklippen, Lorbeerurwald, die Schluchten im Gebirge: Die Thermik und Topografie ist geradezu ideal für diese Sportarten. Es gibt bereits über 30 Spots, die zu einem unvergleichlichen Erlebnis einladen. Wer zum Gleitschirmfliegen keinen eigenen Schirm besitzt, wird dem Piloten als Passagier vor den Bauch geschnallt und kann ungestört den atemberaubenden Ausblick genießen.
Walbeobachtung
Noch vor 30 Jahren wurden Wale mit Harpunen und Lanzen vor der Küste Madeiras gejagt. 1981 ließ Portugals Regierung den Walfang verbieten. Heute spüren Späher an der Küste die Tiere immer noch auf, um die Whale-Watching-Boote voller Touristen an die richtigen Plätze zu lotsen.
Golf
Einst brachten die Engländer den Sport auf die Insel. Der erste Platz mit 9 Löchern entstand 1937. Derzeit gibt es drei Golfplätze: zwei auf Madeira und einen auf Porto Santo. Der Palheiro Golf verfügt über einen 18-Loch-Platz, der von Cabell Robinson gebaut wurde. Der von Robert Trent Jones errichtete Golfplatz von Santo da Serra zählt zu einem der besten Europas und hat einen 27-Loch-Platz, auf dem jedes Jahr das Madeira Island Open Golfturnier (Teil der PGA European Tour) ausgerichtet wird. Auf Porto Santo wurde 2004 der Golfplatz eröffnet. Der ehemalige spanische Golfer Severiano Ballesteros hat ihn gestaltet. Er besteht aus zwei 9-Loch Plätzen und einem 9-Loch Pitch- und Puttkurs, der beleuchtet ist, sowie einem Clubhaus, Puttinggrün und Driving Range. Der Platz kann ganzjährig bespielt werden. Ein 18-Loch-Platz ist im Westen Madeiras in Ponta do Pargo in Planung.
Canyoning
Zwei neue Trendsportarten haben den Weg nach Madeira gefunden: Canyoning und "Abseiling". Die tief eingeschnittenen Flussbetten sind dafür ein ideales Terrain. Amilcar organisiert das sportliche Abenteuer.
Bootsfahrten
Auf Madeira und Port Santo werden auf modernen Segeljachten Bootsausflüge angeboten. Auch auf einem Nachbau der Karavelle von Christoph Kolumbus kann eine Ausfahrt gebucht werden. Man kreuzt unter vollen Segeln vor der Küste bei Funchal, zurück geht es mit Motorkraft. Unterwegs wird der Anker geworfen und die Gäste können im offenen Meer baden.
Tauchen
Aufgrund seines vulkanischen Ursprungs bietet der Madeira-Archipel interessante und abwechslungsreiche Unterwasserlandschaften. In den Gewässern rund um die Insel tummeln sich zirka 550 Fischarten. Großfischsichtungen, wie zum Beispiel von Mantas, sind auf Madeira im Sommer zwar möglich, bleiben aber nur den wenigsten Tauchern vergönnt. Mehr Glück hat man mit großen Zackenbarschen, Barrakudas, zahlreichen Rochen sowie wirbellosen Tieren wie Kraken, Riffhummern, Einsiedlerkrebsen und Borstenwürmern. Anfänger können an Kursen teilnehmen und mit einer Lizenzprüfung abschließen. Lizenzhaltern ist es möglich, sich eine Ausrüstung auszuleihen. Wegen der relativ niedrigen Wassertemperatur ist ein warmer Tauchanzug unabdingbar.