Madeira - Sehenswertes und Ausflugstipps

 

Zahlreiche Besucher werden von besonderen Attraktionen der Insel angelockt: Das berühmte Silvesterfeuerwerk, das Blumenfest zwei Wochen nach Ostern und das Weinfest, meist Anfang September. Zu dieser Zeit ist die Insel zwar komplett ausgebucht, aber den Urlaubern wird auch einiges geboten.

Die Hauptstadt Funchal und ihr weiter oben gelegener Vorort Monte mit seinen vielen alten Villen und prächtigen Parks sind Inselmetropolen mit Flair und interessanten Sehenswürdigkeiten. Der Mercado dos Lavradores ist ein farbenfroher, lauter und quirliger Bauernmarkt in Funchal. Auf zwei Geschoßen erstreckt sich die Markthalle. Die Bauern bringen Obst, Gemüse und Blumen aus ihren Dörfern und bieten es zum Verkauf an. Der Fisch kommt frisch vom Kutter. Viele tropische Parks laden in der Stadtmitte von Funchal zum Schlendern, Entspannen und Botanisieren ein. Die Kathedrale Sé Catedral hat viele sehenswerte Details zu bestaunen und stammt noch aus der Zeit der Entdeckungsfahrer. Das Casino da Madeira ist das Zentrum des Nachtlebens in Funchal. Es lockt mit attraktiven Showprogrammen und einem hippen Nightclub. Die verträumten alten Villen im Vorort Monte mit ihren prachtvollen Parks sind allemal sehenswert. Mit der Seilbahn kann man in den Vorort hinauf schweben und mit den Korbschlitten hinab rutschen. Was früher fast schon ein normales Verkehrsmittel war, ist heut ein Riesenspaß für Touristen. Kaiser Karl I., der letzte Kaiser von Österreich-Ungarn, fand in Monte seine letzte Ruhestätte. Er verstarb 1922 auf Madeira im Exil. Das Anwesen, in dem seine Familie wohnte, steht für Besucher offen.

Jeder Teil der Insel hat seine Vorzüge. So ist der Weinbauernort Porto Moniz an der Nordküste sehenswert. Er liegt auf einer weit ins Meer ragenden Lavazunge. Die Reben gedeihen hinter Zäunen aus getrockneter Baumheide auf dem dunklen, Wärme speichernden Vulkangestein. Die Urlauber sind besonders neugierig auf die berühmten Naturpools, die von der Meeresbrandung ins Gestein der Lavazunge genagt wurden. Zwischen Jungfischen und anderem Meeresgetier kann man sich ohne hygienische Bedenken dem Badevergnügen hingeben. Bei Flut schwappen größere Wellen hinein und sorgen so für den notwendigen Wasseraustausch.

In São Vicente befinden sich südlich des Ortszentrums fünf Vulkantunnelsysteme von zusammen etwa 700 Meter Länge. Sie heißen Grutas e Centro do Vulcanismo. Ganzjährig herrscht innen eine Lufttemperatur von etwa 16 Grad und es werden Führungen auf Englisch angeboten.

Der Ort Santana ist für seine Casas de Colmo, den Häusern aus Stroh bekannt. Viele Touristen machen sich auf, um Dutzende dieser spitzgiebeligen, strohgedeckten Häuser im Ort anzusehen, die noch erhalten geblieben sind.

Rabacal im Inselzentrum ist ein wasserreiches Gebiet und besticht durch seine unberührten Urwälder und schmale Levadas. Wanderer finden hier einen idealen Ausgangspunkt für verschiedene Touren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. In Estepada sollte man unbedingt den berühmten Rindfleischspieß kosten. Nirgends schmeckt er besser als in den urigen Lokalen am Portela-Pass.

In Ribeiro Frio befindet sich der ausgedehnte Lorbeerurwald. Er steht unter dem Schutz der UNESCO und ein kurzer, gut begehbarer Umweltlehrpfad führt durchs Gehölz.

In Cãmara de Lobos an der Südwestküste Madeiras steht die museale Zuckermühle, Engenho da Calheta. Sie verarbeitet im Frühjahr das erntefrische Zuckerrohr und die Adega lädt anschließend zur Probe von Rum und Zuckersirupgebäck ein.

Ponta do Sol ist eine Kleinstadt mit besonderem Flair. Malerische Gassen und Straßencafés mit Meeresblick laden zum Schlendern und Verweilen ein.

Die Aussichtsplattform in Cabo Girão schwebt in schwindelerregender Höhe über einem der höchsten Kliffs der Welt. Von dort kann man die winzigen Terrassenfelder in der steilen Wand betrachten.

Caniço an der Ostküste ist eine kleine Hafenstadt. Sie ist die ruhige und sportive Alternative zur Hauptstadt Funchal. Wer wirklich guten Fisch essen möchte, sollte das am alten Hafen im gepflegten Traditionslokal Amarelo tun.

Machico bietet an Sommerwochenenden in der Stadt anspruchsvolle Openair-Konzerte mit Pop und Fado.

In Santa Cruz ist der Geist des alten Madeiras noch zu spüren. Es gibt verwinkelte Gassen, alte Gemäuer, lauschige Plätze mit Straßencafés, und am Meer lädt eine Promenade zum Flanieren ein.

Die kleine Nachbarsinsel Porto Santo hat zwar nicht die üppige Vegetation und abwechslungsreichen Inselbilder ihrer großen Schwesterinsel Madeira, dafür aber einen neun Kilometer langen, goldgelben Badestrand. Es gibt dort einige gute Hotels und vielseitige Sport- und Wellnessangebote.

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