Madeira - Lage, Daten & Fakten

 

 

Die Insel in Zahlen
Madeira liegt im Atlantik, 737 Kilometer von Marokko und 951 Kilometer von Lissabon entfernt. Sie ist 57 Kilometer lang und 22 Kilometer breit. Die Insel liegt vier Flugstunden von Mitteleuropa entfernt. Madeiras internationaler Flughafen Santa Catarina liegt bei Santa Cruz, 18 Kilometer nordöstlich von Funchal.

Es gibt zwischen dem Festland Portugal und Madeira keinen Zeitunterschied. Die Zeitzone entspricht im Winter der koordinierten Weltzeit (UTC+0, gegenüber Mitteleuropa -1 Stunde). Wie in der gesamten europäischen Union gilt die Sommerzeit von Ende März bis Ende Oktober.

Das Madeira Archipel umfasst ihre Nachbarinsel Porto Santo und zwei weitere unbewohnte Inselgruppen, den Ilhas Desertas und Ilhas Selvagens. Beide Letztere stehen wegen ihrer seltenen Flora und Fauna unter strengem Naturschutz. Zusammen bilden sie eine Autonome Region Madeiras. Die Insel Madeira hat eine Gesamtfläche von 801 km2, wovon sich 741 km2 auf die Hauptinsel, 42,5 km2 auf die Nachbarinsel Porto Santo, 14,2 km2 auf Ilhas Desertas und 3,6 km2 auf Ilhas Selvagens verteilen.

Die Einwohnerzahl der Insel Madeira beläuft sich auf etwa 300.000 Einwohner. Davon leben cirka 100.000 in der Hauptstadt Funchal. Auf Porto Santo leben cirka 5.000 Einwohner. Der Hauptort ist Vila Baleira. Madeira gehört zu Portugal und damit zur Europäischen Union. Die Amtssprache ist Portugiesisch, Englisch wird weitgehend verstanden. Die Währung ist der Euro. Die Bewohner von Madeira heißen Madeirer bzw. Madeirerinnen, das Adjektiv zu Madeira lautet madeirisch.

Der Großteil der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an. Der Glaube der Madeirenser ist tief verwurzelt. Er ist es auch, der die einzelnen Gemeinden stark miteinander verbindet. Besonders im Juni, wenn die Volksheiligen Sankt Johann, Sankt Peter und Sankt Anton gefeiert werden, bieten sich gute Gelegenheiten zu ausgedehnten Festen.

Ein Großteil der Landbevölkerung im Norden und Osten der Insel sind auch heute noch in der Landwirtschaft beschäftigt. Durch den spärlichen Platz umfassen die meisten Anbaufelder weniger als 1.000 qm. Viele Volksfeste haben ihren Ursprung in der Landwirtschaft, zum Beispiel das Zuckerrohr-, Apfel-, Kastanien-, Kirsch- und das Weinfest.

Funchal ist eine kosmopolitsche Kleinstadt. Vom Tourismus und der örtlichen Regierung beherrscht, verlieren die Bewohner von Funchal immer mehr die Verbindung zu ihrem kulturellen Erbe. Viele der jungen Leute ziehen in die Stadt. Weit entfernt von den Problemen der Dörfer auf dem Lande, Arbeit in der Tourismusbranche und das Stadtvergnügen sind meistens die Gründe dafür. Dadurch verlieren sie aber auch ihre madeirensische Identität.

 

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